Fronleichnam: Feierliches Hochamt, Prozession und Statio in Santo Stefano degli Abissini

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Fronleichnam2021-09

Am 05. Juni stand der Salzburger Erzbischof und Vorsitzende der Österreichischen  Bischofskonferenz Franz Lackner der traditionellen Fronleichnamsfeier in der Kirche des Campo Santo Teutonico vor. Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch konzelebrierte zusammen mit vielen anderen Geistlichen. Es waren anwesend die Botschafterin Österreichs beim Heiligen Stuhl, Franziska Honsowitz-Friessnigg, ihr belgischer Kollege Patrick Renauls sowie der Gesandte der deutschen Botschaft, Konrad Geier, der Leiter der deutschsprachigen Sektion im vatikanischen Staatssekretariat, Winfried König, Mitglieder des Priesterkollegs, der Erzbruderschaft, des Römischen Görres-Instituts, der Päpstlichen Schweizergarde, des Deutschordens, der KAV Capitolina und viele andere. Mit einem „Ein herzliches Grüß Gott! Ihr alle habt hier am Campo Santo ein Stück Heimat!“ begrüßte der Rektor Dr. Hans-Peter Fischer alle Gottesdienstteilnehmer aus Rom und aus den deutschsprachigen Ländern zur traditionellen Festlichkeit. Die Tradition der musikalisch gestalteten Heiligen Messe und feierlichen Fronleichnamsprozession durch die Vatikanischen Gärten ist über die Jahre durch die Zusammenarbeit Vieler gewachsen. Dieses Jahr übernahm das Bläserensemble der Musikkapelle Anthering bei Salzburg unter der Leitung von Karl Michael Waltl die musikalische Gestaltung.

In seiner Predigt warnte Erzbischof Lackner vor einer Ich-Kultur in der westlichen Kirche und forderte auf, ausgehend vom Fronleichnamsfest, den Blick von sich auf den Anderen zu lenken, in ihm Gottes Antlitz zu erkennen und sich Gott und den Werten des Evangeliums zuzuwenden. Die anschließende Prozession führte entlang des Petersdoms zur Statio in die naheliegende schlichte, altehrwürdige Kirche Santo Stefano degli Abissini. Von dort trug Kardinal Koch das Allerheiligste beim weiteren Prozessionsweg zurück nach Santa Maria della Pietà zur zweiten Statio und Reposition. Es war ergreifend und spürbare Freude, dass die Feierlichkeit nach der durch die Pandemie bedingten Unterbrechung im vergangenen Jahr nun wieder stattfinden konnte.